{"id":375,"date":"2019-09-25T19:53:04","date_gmt":"2019-09-25T17:53:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vindobona.club\/?page_id=375"},"modified":"2019-10-29T12:05:57","modified_gmt":"2019-10-29T11:05:57","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.vindobona.club\/en\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"color:#317859\" class=\"has-text-color\">DIE GESCHICHTE DER VINDOBONA<\/p>\n\n\n\n<p>Im <strong>Dezember 1879<\/strong> machte der Bankangestellte Anton Langhammer dem Briefmarkenh\u00e4ndler <strong>Sigmund Friedl <\/strong>den Vorschlag ernsthafte Sammler zu einem wissenschaftlichen Verein zusammen zu schlie\u00dfen. Friedl griff die Anregung sofort auf und fand schnell weitere interessierte Sammler f\u00fcr <strong>die Gr\u00fcndung<\/strong> eines solchen Vereins. Bis dahin gab es keinen einzigen ernstzunehmenden Verein in der \u00f6sterreichischen Reichsh\u00e4lfte. Mit Bescheid vom <strong>4. April 1880 wurde der Verein genehmigt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 25. April wurde die Gr\u00fcndungsversammlung im 4. Wiener Gemeindebezirk abgehalten. <strong>Erster Obmann,<\/strong> nach lebhaften Debatten und Intrigen, wurde <strong>Sigmund Friedl.<\/strong> Als Vereinszweck wurde \u201edie Wissenschaft der Markenkunde, des Postwesens und des Welthandels zu pflegen und zu kr\u00e4ftigen und ferner eine gesellige Vereinigung aller Markenfreunde anzubahnen\u201c angegeben. Am <strong>Ende des Jahres 1880<\/strong> hatte der Verein bereits <strong>44 Mitglieder.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1030\" height=\"548\" src=\"https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_1-1030x548.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1052\" srcset=\"https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_1-1030x548.jpg 1030w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_1-300x160.jpg 300w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_1-768x408.jpg 768w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_1-705x375.jpg 705w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_1.jpg 1386w\" sizes=\"(max-width: 1030px) 100vw, 1030px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Name des Vereins wurde <strong>\u201eWiener Philatelisten-Club\u201c<\/strong> gew\u00e4hlt. Nach tempor\u00e4rer Spaltung und Wiedervereinigung wurde der Name 1885 in \u201e\u00d6sterreichischer Philatelisten-Club\u201c ge\u00e4ndert. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seit 1902<\/strong> hei\u00dft der Verein nach Fusion mit anderen Vereinen offiziell<strong> \u201e\u00d6sterreichischer Philatelisten-Club Vindobona\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im <strong>November 1881<\/strong> f\u00fchrte der Verein die richtungsweisende Ausstellung der \u201ePostwerthzeichen Ausstellung zu Wien\u201c durch. Etwa <strong>8000 Besucher <\/strong>wurden in der Woche der Ausstellung gez\u00e4hlt. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ausstellung wurde auch international sehr beachtet und gab der Philatelie insgesamt einen gewaltigen Schub. <strong>1890<\/strong> folgte die n\u00e4chste gro\u00dfe internationale Ausstellung in Wien, an der schon die verschiedensten Vereine im Organisationskomitee mitarbeiteten. Mehr als <strong>16.000<\/strong> Besucher besuchten die Ausstellung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auch Kaiser Franz Josef war unter den Besuchern!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"778\" height=\"505\" src=\"https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1053\" srcset=\"https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_2.jpg 778w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_2-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_2-768x499.jpg 768w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_2-705x458.jpg 705w\" sizes=\"(max-width: 778px) 100vw, 778px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ab <strong>1907<\/strong> wurden eigene Briefmarkenauktionen durchgef\u00fchrt. <strong>Die erste Auktion<\/strong> umfasste 244 Lose. Das Vereinsleben bl\u00fchte und wurde auch durch den Ersten Weltkrieg nicht nachhaltig beeintr\u00e4chtigt, sieht man von den wiederholten Zeichnungen von Kriegsanleihen aus dem Vereinsverm\u00f6gen ab. Es fanden weiterhin Vereinsabende und Vorlagen statt. Erst die Inflationszeit in der ersten H\u00e4lfte der 20er-Jahre brachte eine schwierige Zeit mit sich. Bei Einf\u00fchrung der Schillingw\u00e4hrung waren noch 67 Schilling in der Vereinskasse. Es gab auch kein Vereinslokal mehr. Die Aktivit\u00e4ten wurden aber rasch wieder intensiviert, inklusive Tausch- und Rundsendeverkehr. Die damalige Vereinsbibliothek hatte etwa 10,000 B\u00e4nde und galt als eine der <strong>gr\u00f6\u00dften philatelistischen Bibliotheken der Welt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"987\" height=\"644\" src=\"https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1054\" srcset=\"https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_3.jpg 987w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_3-300x196.jpg 300w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_3-768x501.jpg 768w, https:\/\/www.vindobona.club\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Geschichte_3-705x460.jpg 705w\" sizes=\"(max-width: 987px) 100vw, 987px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>1921<\/strong> wurde eine <strong>\u201eAbstempelungs-Gruppe\u201c<\/strong> gegr\u00fcndet, die sich mit den Abstempelungen der Monarchie besch\u00e4ftigte. Bereits 1922 wurde ein erstes Verzeichnis der Abstempelungen von \u00d6sterreich und Lombardei-Venetien herausgegeben. <strong>1925<\/strong> erschien das Standardwerk von <strong>Edwin M\u00fcller,<\/strong> mit einer <strong>Neuauflage 1961.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Besetzung \u00d6sterreichs durch die Nationalsozialisten im Jahre 1938 wurde der <strong>Vereinsname ge\u00e4ndert,<\/strong> weil das Wort \u201eVindobona\u201c<strong> <\/strong>nicht mehr opportun war. Bis Ende 1942 fand noch ein einigerma\u00dfen normales Vereinsleben statt. Dann wurde durch die Kriegsereignisse ein regelm\u00e4\u00dfiges Zusammenkommen immer schwieriger. Der Verein hatte stark an Mitgliedern verloren. Am 12. M\u00e4rz 1945 wurde das Vereinslokal im Ersten Bezirk durch Bomben zerst\u00f6rt, mitsamt der einzigartigen Bibliothek. Die wenigen B\u00fccher, die <strong>\u201e\u00fcberlebt\u201c<\/strong> hatten, wurden in alle Winde zerstreut. Schon am <strong>3. September 1945<\/strong> fand die erste ordentliche Generalversammlung unter schwierigsten Umst\u00e4nden statt. <strong>Anton Kumpf-Mikuli <\/strong>wurde zum <strong>Obmann<\/strong> gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vereinsleben hat sich \u00fcber die Jahrzehnte normalisiert und ist zu neuer Bl\u00fcte gelangt. Internationale Ausstellungen wurden organisiert, vielbeachtete Publikationen verlegt und das Sammeln und Forschen wurde mit modernen Mitteln zu neuen H\u00f6hen gef\u00fchrt. <strong>Heute ist der Verein im 21. Jahrhundert<\/strong> angekommen und bedient sich moderner Kommunikationsmedien und Pr\u00e4sentationstechniken um unser aller geliebtes Hobby zu pflegen und zu verbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-fs-14-px-font-size\"><em>Dieser Artikel fu\u00dft auf einem Artikel von Ernst Bernardini in der Publikation \u201e125 Jahre \u00d6sterreichischer Philatelistenclub Vindobona\u201c aus dem auch die Abbildungen stammen.<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIE GESCHICHTE DER VINDOBONA Im Dezember 1879 machte der Bankangestellte Anton Langhammer dem Briefmarkenh\u00e4ndler Sigmund Friedl den Vorschlag ernsthafte Sammler zu einem wissenschaftlichen Verein zusammen zu schlie\u00dfen. Friedl griff die Anregung sofort auf und fand schnell weitere interessierte Sammler f\u00fcr die Gr\u00fcndung eines solchen Vereins. 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